Pflegeinitiative: Kantone greifen in die Tasche und unterstützen auch Lehrbetriebe

Der Alterspflege-Betrieb ist einer der grössten im Baselbiet und damit auch in der Region. Die Hofmatt ist damit zugleich einer der wichtigsten Ausbildungsbetriebe für Pflegepersonal. […]

Die Umsetzung des Pflegeartikels erfolgt gezielt «bikantonal», wie Jourdan einleitend sagte. Dies nicht nur zwecks Koordination, sondern weil die zwei Kantone weitergehen als es der Bund verlangt. Beide Basel stärken neben dem Studium auf eigene Kosten explizit auch die Berufsbildung zur Fachfrau beziehungsweise zum Fachmann Gesundheit (Fage), also eine Berufslehre. Dies ist so vom Bund nicht vorgeschrieben.

So würden in den kommenden 15 Jahren schweizweit bis zu 14000 Pflegefachleuten gesucht – Fachleute, die es auszubilden gilt. «Das Baselbiet wird in den kommenden Jahren zum Kanton mit der ältesten Wohnbevölkerung der Schweiz», sagte Jourdan. Angesichts dessen sei die Förderung der Pflegeberufe ohnehin unabdingbar.

Die Finanzierung erfolgt über die Bundesgelder sowie über die Kantonsfinanzen. Die Kosten – inklusive Bundesmittel – betragen in Basel-Stadt über acht Jahre rund 50 Millionen Franken, in Baselland knapp 36 Millionen Franken. Die Ausbildungsoffensive läuft ab sofort: Unterstützungsbeiträge können unter anderem über die Homepages der beiden Kantone beantragt werden.

– schreibt bzbasel.ch am 20.9.2024