Pressespiegel

Das Ende einer Institution – warum der Manor an der Zürcher Bahnhofstrasse schliessen muss

Der Manor verlässt per Ende Januar 2020 die Zürcher Bahnhofstrasse. Für immer. Während vor allem die Vermieterin Swiss Life in die Kritik gerät, schiesst die Gewerkschaft scharf gegen das Warenhaus.

Ein Sozialplan befindet sich nun in der Konsultationsphase. Zudem verhängte Manor Schweiz bei 16 Filialen im Grossraum Zürich einen Einstellungsstopp, um möglichst vielen Angestellten eine interne Weiterbeschäftigung zu ermöglichen. Sogar die Konkurrenten Migros und Coop hat man bei der Vermittlung des Personals um Hilfe gebeten. Kündigungen sind jedoch unumgänglich.


Die 6 Millionen Kundinnen und Kunden, die im Manor an der Bahnhofstrasse jährlich ein und aus gegangen sind, müssen künftig woanders einkaufen. Doch der Knall kommt nicht aus blauem Himmel. Schon vor Jahren sind bei Manor an der Bahnhofstrasse dunkle Wolken aufgezogen. Die Liegenschaft gehört der Oscar Weber AG, einer Firma, die sich zu hundert Prozent im Besitz von Swiss Life befindet. Das Warenhaus befindet sich im opulenten Sandsteingebäude nur zur Miete. Der Vertrag mit der Manor AG lief bereits Ende Januar 2014 aus, jedoch mit Option auf eine fünfjährige Verlängerung des Mietverhältnisses – zu «marktüblichen Konditionen».

schreiben Florian Schoop, Rebekka Haefeli, Natalie Gratwohl, Michael von Ledebur von der nzz.ch vom 23.9.2019

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