Schlecht behandelt, schlecht bezahlt und rund um die Uhr im Einsatz

Immer weniger Senioren wollen ins Pflegeheim. Dazu beigetragen hat Covid-19. Ein Grossteil der Schweizer Corona-Toten war in Alters-und Pflegheimen zu beklagen, die dann auch noch monatelang abgeriegelt wurden. Die Isolation setzte vielen zusätzlich zu. Als Folge der Misere bleiben nun viele zu Hause, so lange es geht. In den Heimen bleiben viele Zimmer leer.

Nun hat aber auch die zusehends beliebte Pflege zu Hause ihre Schattenseiten, vor allem dann, wenn eine Dauerpflege rund um die Uhr nötig wird. Denn die Arbeitsbedingungen der Pflegerinnen sind oft skandalös.

Darauf verwies am Dienstagabend in Basel eine öffentliche Podiumsdiskussion im Kaisersaal des Theaters Fauteuil unter dem Motto «Menschenhandel und Care-Arbeit».

Die Veranstaltung fand im Rahmen der Aktionswoche «Schweiz gegen den Menschenhandel» statt, die jeweils im Oktober schweizweit vom Bundesamt für Polizei sowie von diversen Fachstellen und Gewerkschaften durchgeführt wird. In Basel wirkte das Sicherheitsdepartement (SID) als Veranstalter.

Es gehe darum, involvierte Stellen und die Bevölkerung für moderne Sklaverei zu sensibilisieren, sagt das SID. Dessen Vorsteherin, Regierungsrätin Stephanie Eymann, erklärte, Menschenhandel sei schwer erkennbar. «Es braucht dafür vernetztes Denken, die Schärfung der Wahrnehmung und das Zusammenspiel der Akteure. Opfer kommen nicht von sich aus zu den Behörden.»

– schreibt bazonline.ch am 28.10.2021

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