Pennys Versuch mit «wahren Preisen» ist gescheitert – und geglückt

Der Lebensmitteldiscounter Penny hat auf der Grünen Woche, einer Messe in Berlin, die Auswertung seiner Kampagne zu «wahren Preisen» im vergangenen Sommer vorgestellt. Der Befund ist auch aus Sicht des Unternehmens desillusionierend. Der Discounter schloss daraus, solch eine Aktion in der Form nicht noch einmal zu wiederholen, weil das keine neuen Erkenntnisse bringe. «Mehr können wir unseren Kunden nicht zumuten», resümierte ein Sprecher.

Als Handelsunternehmen habe man die Verpflichtung, Lebensmittel preiswert und für alle bezahlbar anzubieten. Die Debatte über Lebensmittelpreise solle besser in der Politik geführt werden. Dort gelte es, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Penny zeigte sich offen für verschiedene Lösungen. In der Diskussion sind unter anderem eine Tierwohlabgabe, niedrigere Mehrwertsteuersätze auf vegane Produkte oder zielgenauere Subventionen. Wie konfliktgeladen das Thema ist, zeigten die Bauernproteste in Deutschland Anfang des Jahres.

– schreibt tagesanzeiger.ch am 20.1.2024