Im Paketzentrum Frauenfeld wegen Corona vier Prozent der Mitarbeiter ausgefallen

Über 24 Millionen Pakete lieferte die Post in den ersten vier Dezemberwochen dieses Jahres aus. Das sind fast ein Drittel mehr als im Jahr zuvor. Wegen der Coronakrise wurden so viele Geschenke wie nie online bestellt – ein Stresstest für die Post. Besonders unter Druck standen die Mitarbeiter im Paketzentrum Frauenfeld, einem der grossen drei dieser Art. Bis zu eine halbe Million Pakete wurden dort in der Vorweihnachtszeit täglich verteilt, etwa 600 Mitarbeitende arbeiteten im Schichtbetrieb.

Doch ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit fielen in Frauenfeld aussergewöhnlich viele Mitarbeiter aus. Sie hatten sich entweder mit Corona infiziert oder mussten in Quarantäne. An einem Tag in der Vorweihnachtszeit waren vier Prozent der Mitarbeiter wegen Corona abwesend – 22, weil sie sich infiziert hatten, sechs weitere, weil sie in Quarantäne mussten. Das bestätigt die Post.

– schreibt die bzbasel.ch am 8.1.2021

Niederschwellige Nutzung bei Lieferservice in Coronazeiten

Coop rief in der Region Basel Mitte April einen Heimlieferservice für Personen über 65 Jahre ins Leben. Die Auslieferung wird dabei von Freiwilligen des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) übernommen. Sowohl Migros als auch Coop greifen damit auf bestehende Netzwerke zurück, die über Erfahrung verfügen im Umgang mit der Zielgruppe betagter Menschen.

– schreibt die bzbasel.ch am 14.5.2020

Auch Selbständige erhalten Corona-Hilfe

Die Unia intervenierte zusammen mit der Schweizer Taxiunion schon Ende März beim Bundesrat, um eine Lösung für Taxifahrer/innen zu erreichen. Mit dem neuen Schutz für Selbständige wird verhindert, dass selbständige Taxifahrer/innen ihre Existenzgrundlage verlieren. Zudem sollte es so für Taxifahrer/innen möglich sein, zuhause zu bleiben, wenn sie ohnehin keine Aufträge haben. So wird auch das Ansteckungsrisiko minimiert.

– schreibt die unia.ch am 16.3.2020

Amazon stellt kritische Mitarbeiter auf die Strasse

Amazon hat zwei Angestellte entlassen, die öffentlich die Sicherheit in den Lagerhäusern während der Coronavirus-Pandemie kritisiert hatten.

Und Amazon räumte am Dienstag ein, dass ein Manager in seinem Lagerhaus in Hawthorne, Kalifornien, am 31. März gestorben sei, dem ersten gemeldeten Todesfall unter seinen Arbeitern im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Eine der entlassenen Arbeiterinnen, Emily Cunningham, eine User-Experience-Designerin, die zur Gruppe „Amazon Employees for Climate Justice“ gehört, hatte auf Twitter angeboten, Amazon-Lagerarbeiterinnen bis zu 500 Dollar zu spenden. In diesem Tweet schrieb sie, dass ein Mangel an sicheren und hygienischen Arbeitsbedingungen „sie und die Öffentlichkeit in Gefahr bringt“.

– schreibt der www.independent.co.uk am 16.4.2020

Amazon regiert auf die Krise

In einem Memo an seine zehntausenden Mitarbeiter erläuterte Amazon-CEO Jeff Bezos eine Reihe von Schritten, die Amazon als Reaktion auf die globale Coronavirus-Krise unternommen werden. Anhebung der Stundenlöhne der Arbeiter bei Amazon und die Einstellung von 100.000 neuen Mitarbeitern. Damit ist ein Appell an die vielen neu arbeitslosen Arbeiter gerichtet, die aufgrund des Virus eingestellt wurden, sich beim Amazon zu bewerben.

„Wir hoffen, dass die Entlassenen mit uns arbeiten werden, bis sie wieder die Arbeitsplätze annehmen können, die sie hatten“, schreibt Bezos.

schreibt Bezos

bgr.com am 22.3.2020

Rikscha vor dem ehemaligen Kaufhaut am Marktplatz. 2020 im Umbau zu einem Hotel.

Anpassung an die Krisensituation

Der KEP-Dienstleister GO! Express & Logistics passt seinen Service der aktuellen Krisensituation im Kontex der Coronavirus-Pandemie an und stellt ab dem 23. März auf eine kontaktlose Zustellung und Abholung um.
So solle vermeiden werden, dass Kunde, Versender, Empfänger und Kurier in direkten Kontakt miteinander kommen, heißt es aus dem Unternehmen.

Gleichzeitig hat der Expressdienstleister seine Lagerkapazitäten erhöht und kann den Kunden damit zusätzliche Flächen anbieten, um Waren und Produkte sicher zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich werde der Service am Wochenende intensiviert.

schreibt logistra.de am 20.3.2020

Pöstler als Kellerasseln

Das ganze Gebäude ist voll durchmechanisiert und klimatisiert und braucht Strom in rauen Mengen. Körperlich schwere Arbeit ist abgeschafft, die Denkarbeit möglichst auch. Weiträumige Transportbänder und Rutschbahnen befördern die Pakete und Säcke. Im Keller auf Gleishöhe, kommt die Post auf den traditionellen Perronhandwagen an und wird, sortiert, wieder auf denselben Wagen weggeführt. Im zweiten Stock (nach PTT-Zählweise im 6. Stockwerk) zirkulieren die Postautos der Stadt und Agglomeration und bringen und holen die Sendungen. der Postfluss läuft und läuft. Pannen sind selten, die Sache funktioniert vorzüglich, so sind auch die ungeplanten Pausen, in denen die Frauen und Männer, die an diesen Einrichtungen arbeiten, selten.

Ein „Vorwärts“-Redaktor lässt im Dezember 1980 die Post Basel 2 von einem kundigen Führer der Kreispostdirektion zeigen.

Pressespiegel

Coronavirus : „Il faut suspendre les plateformes de livraison de repas“, demande un livreur parisien

Les livreurs n’ont pas cessé le travail depuis la mise en place du confinement. Pour ceux qui se déplacent à vélo, la CGT appelle à la grève, ce vendredi, pour protester contre le maintien des plateformes de livraison qui met en danger les salariés.

France Bleu Paris, France Bleu le 3 avril 2020

Taxifahrer sind in jeder Hinsicht Verlierer der Krise

Taxichauffeure sind in der Corona-Krise dem Infektionsrisiko ausgesetzt und warten zum Teil einen ganzen Tag lang vergeblich auf Kunden. Dennoch ist noch gut die Hälfte der Fahrer in Zürich unterwegs. Sie brauchen das Geld.

schreibt Michael von Ledebur in der nzz.ch am 13.3.2020

Paketversorgung in der Schweiz gefährdet

Aufgrund des Coronavirus muss das Unternehmen die Päckliflut jedoch mit deutlich weniger Personal bewältigen. 2300 Angestellte waren am Mittwoch krank geschrieben – gemäss NZZ sind 65 davon positiv auf das Coronavirus getestet. Hinzu kommen 2500 Personen, die nicht zur Arbeit können, da sie zur Risikogruppe gehören.

Seit 37 Jahren sei Lehner Kunde der Post. «Doch nun entstehen über Nacht zahlreiche neue Webshops, welche die ganze Postlogistik verstopfen», ärgert sich Meier. Stammkundenpflege stelle er sich anders vor. Lehner vermutet auch eine Ungleichbehandlung: «Werden etwa gewisse Händler priorisiert? Zum Beispiel Anbieter von Nahrungsmitteln oder Medikamenten?» Das dürfe nicht sein.

schreibt die bzbasel.ch am 2.4.2020

Europapremiere: Schweizer Velokuriere erhalten GAV

Die Velokuriere und ihre Arbeitgeber haben in Bern einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) unterzeichnet. Europaweit ist das eine Premiere. Der GAV sichert die Arbeitsbedingungen in der Branche und soll ein Instrument gegen Dumping-Plattformen und Billigkonkurrenz werden.

Den Vertrag schlossen der Arbeitgeberverband Swissmessengerlogistics (SML) und die Gewerkschaft Syndicom am Dienstag ab, wie die Arbeitnehmerseite mitteilte. Er gilt ab dem 1. Mai und bis auf weiteres. Betroffen sind aktuell rund 600 Arbeitnehmende.

schreibt im tagesanzeiger.ch am 5.2.2019