Quickmail-Kauf von Post gestoppt

Die Post darf die Quickmail-Gruppe nicht übernehmen. Die Wettbewerbskommission (Weko) hat die Akquisition verboten. Sie begründet den Schritt mit drohenden Einschränkungen des Wettbewerbs. Die Quickmail-Gruppe kritisiert den Entschied als verantwortungslos. Er gefährde mehr als 3000 Arbeitsplätze.

Eine vertiefte Prüfung habe ergeben, dass die Übernahme den Wettbewerb im Markt für adressierte Massenbriefsendungen über 50 Gramm für Geschäftskunden beseitigen würde, teilte die Weko am Freitag mit. Zudem entstünde auch in anderen Bereichen eine Marktbeherrschende Stellung der Post, beispielsweise bei der Zustellung von Zeitungen und Zeitschriften.

– schreibt tagesanzeiger.ch am 19.1.2024

Neue Logistik-App verärgert Boten

Markus Z.* arbeitet seit 35 Jahren bei der Post, seit mehr als zehn als Paketbote. «Ich liebe meinen Job. Doch was wir in den vergangenen Wochen und Monaten erleben mussten, mache ich nicht mehr lange mit.»

Grund für seinen Ärger ist die «dynamische Laufroutenplanung», Dyla genannt. Nach einer Pilotphase 2022 wurde das neue System im laufenden Jahr gesamtschweizerisch eingeführt. Dyla soll die Paketzustellung optimieren. Viele langjährige Mitarbeitende empfinden die Umstellung jedoch als deutliche Verschlechterung ihres Arbeitsalltags, vor allem in der stressigen Vorweihnachtszeit.

– schreibt blick.ch am 17.12.2023

Post stellt fast 4000 Mitarbeitende auf die Strasse

Die Post schliesst am 1. Juni 2024 ihren Werbezusteller Direct Mail. Damit fallen 72 Vollzeitmitarbeitende und 3855 Stundenlöhner weg, meist tiefe Teilzeitpensen. Der Schritt erfolgt wegen des Rückgangs bei Werbesendungen und Gratiszeitungen, wie die Post am Mittwoch mitteilte.

Insgesamt umfasst der Abbau 422 Vollzeitstellen. Die 3855 im Zustelldienst tätigen Betroffenen tragen drei bis acht Stunden pro Woche unadressierte Werbung wie Flyer oder Prospekte sowie Gratiszeitungen aus. Das entspricht Teilzeitpensen von 8 bis 20 Stellenprozent. Angestellt sind sie im Stundenlohn. Zudem verlieren 72 Beschäftigte, die mit Pensen zwischen 70 und 100 Prozent, ihre Stelle.

– schreibt bazonline.ch am 25.10.2023

Mitarbeitende fallen pro Jahr für 16 Arbeitstage aus

Der Staatsbetrieb meldete 2022 einen deutlich höheren Krankenstand als zuvor. Gewerkschafter sehen den Arbeitsdruck als Ursache. Die Post-Spitze erklärt die Zunahme in erster Linie mit gesamtgesellschaftlichen Entwicklungen.

– schreibt blick.ch am 13.3.2023

Paketversorgung in der Schweiz gefährdet

Aufgrund des Coronavirus muss das Unternehmen die Päckliflut jedoch mit deutlich weniger Personal bewältigen. 2300 Angestellte waren am Mittwoch krank geschrieben – gemäss NZZ sind 65 davon positiv auf das Coronavirus getestet. Hinzu kommen 2500 Personen, die nicht zur Arbeit können, da sie zur Risikogruppe gehören. … Seit 37 Jahren sei Lehner Kunde der Post. «Doch nun entstehen über Nacht zahlreiche neue Webshops, welche die ganze Postlogistik verstopfen», ärgert sich Meier. Stammkundenpflege stelle er sich anders vor. Lehner vermutet auch eine Ungleichbehandlung: «Werden etwa gewisse Händler priorisiert? Zum Beispiel Anbieter von Nahrungsmitteln oder Medikamenten?» Das dürfe nicht sein. schreibt die bzbasel.ch am 2.4.2020

Taxifahrer sind in jeder Hinsicht Verlierer der Krise

Taxichauffeure sind in der Corona-Krise dem Infektionsrisiko ausgesetzt und warten zum Teil einen ganzen Tag lang vergeblich auf Kunden. Dennoch ist noch gut die Hälfte der Fahrer in Zürich unterwegs. Sie brauchen das Geld. schreibt Michael von Ledebur in der nzz.ch am 13.3.2020

Niederschwellige Nutzung bei Lieferservice in Coronazeiten

Coop rief in der Region Basel Mitte April einen Heimlieferservice für Personen über 65 Jahre ins Leben. Die Auslieferung wird dabei von Freiwilligen des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) übernommen. Sowohl Migros als auch Coop greifen damit auf bestehende Netzwerke zurück, die über Erfahrung verfügen im Umgang mit der Zielgruppe betagter Menschen.

– schreibt die bzbasel.ch am 14.5.2020

Auch Selbständige erhalten Corona-Hilfe

Die Unia intervenierte zusammen mit der Schweizer Taxiunion schon Ende März beim Bundesrat, um eine Lösung für Taxifahrer/innen zu erreichen. Mit dem neuen Schutz für Selbständige wird verhindert, dass selbständige Taxifahrer/innen ihre Existenzgrundlage verlieren. Zudem sollte es so für Taxifahrer/innen möglich sein, zuhause zu bleiben, wenn sie ohnehin keine Aufträge haben. So wird auch das Ansteckungsrisiko minimiert.

– schreibt die unia.ch am 16.3.2020

Amazon stellt kritische Mitarbeiter auf die Strasse

Amazon hat zwei Angestellte entlassen, die öffentlich die Sicherheit in den Lagerhäusern während der Coronavirus-Pandemie kritisiert hatten.

Und Amazon räumte am Dienstag ein, dass ein Manager in seinem Lagerhaus in Hawthorne, Kalifornien, am 31. März gestorben sei, dem ersten gemeldeten Todesfall unter seinen Arbeitern im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Eine der entlassenen Arbeiterinnen, Emily Cunningham, eine User-Experience-Designerin, die zur Gruppe „Amazon Employees for Climate Justice“ gehört, hatte auf Twitter angeboten, Amazon-Lagerarbeiterinnen bis zu 500 Dollar zu spenden. In diesem Tweet schrieb sie, dass ein Mangel an sicheren und hygienischen Arbeitsbedingungen „sie und die Öffentlichkeit in Gefahr bringt“.

– schreibt der www.independent.co.uk am 16.4.2020

Amazon regiert auf die Krise

In einem Memo an seine zehntausenden Mitarbeiter erläuterte Amazon-CEO Jeff Bezos eine Reihe von Schritten, die Amazon als Reaktion auf die globale Coronavirus-Krise unternommen werden. Anhebung der Stundenlöhne der Arbeiter bei Amazon und die Einstellung von 100.000 neuen Mitarbeitern. Damit ist ein Appell an die vielen neu arbeitslosen Arbeiter gerichtet, die aufgrund des Virus eingestellt wurden, sich beim Amazon zu bewerben.

„Wir hoffen, dass die Entlassenen mit uns arbeiten werden, bis sie wieder die Arbeitsplätze annehmen können, die sie hatten“, schreibt Bezos.

– schreibt Bezos bgr.com am 22.3.2020

Anpassung an die Krisensituation

Der KEP-Dienstleister GO! Express & Logistics passt seinen Service der aktuellen Krisensituation im Kontex der Coronavirus-Pandemie an und stellt ab dem 23. März auf eine kontaktlose Zustellung und Abholung um.
So solle vermeiden werden, dass Kunde, Versender, Empfänger und Kurier in direkten Kontakt miteinander kommen, heißt es aus dem Unternehmen.

Gleichzeitig hat der Expressdienstleister seine Lagerkapazitäten erhöht und kann den Kunden damit zusätzliche Flächen anbieten, um Waren und Produkte sicher zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich werde der Service am Wochenende intensiviert.

schreibt logistra.de am 20.3.2020

Pöstler als Kellerasseln

Das ganze Gebäude ist voll durchmechanisiert und klimatisiert und braucht Strom in rauen Mengen. Körperlich schwere Arbeit ist abgeschafft, die Denkarbeit möglichst auch. Weiträumige Transportbänder und Rutschbahnen befördern die Pakete und Säcke. Im Keller auf Gleishöhe, kommt die Post auf den traditionellen Perronhandwagen an und wird, sortiert, wieder auf denselben Wagen weggeführt. Im zweiten Stock (nach PTT-Zählweise im 6. Stockwerk) zirkulieren die Postautos der Stadt und Agglomeration und bringen und holen die Sendungen. der Postfluss läuft und läuft. Pannen sind selten, die Sache funktioniert vorzüglich, so sind auch die ungeplanten Pausen, in denen die Frauen und Männer, die an diesen Einrichtungen arbeiten, selten.

Ein „Vorwärts“-Redaktor lässt im Dezember 1980 die Post Basel 2 von einem kundigen Führer der Kreispostdirektion zeigen.

Europapremiere: Schweizer Velokuriere erhalten GAV

Die Velokuriere und ihre Arbeitgeber haben in Bern einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) unterzeichnet. Europaweit ist das eine Premiere. Der GAV sichert die Arbeitsbedingungen in der Branche und soll ein Instrument gegen Dumping-Plattformen und Billigkonkurrenz werden.

Den Vertrag schlossen der Arbeitgeberverband Swissmessengerlogistics (SML) und die Gewerkschaft Syndicom am Dienstag ab, wie die Arbeitnehmerseite mitteilte. Er gilt ab dem 1. Mai und bis auf weiteres. Betroffen sind aktuell rund 600 Arbeitnehmende.

schreibt im tagesanzeiger.ch am 5.2.2019