Der Streit um die Prämienexplosion eskaliert

Die Grafik zur Kostenbremseinitlative im Abstimmungsbüchlein ist ein Hingucker: Die Entwicklung der Krankenkassenprämien zwischen 2012 und 2022 ist dort als steil ansteigende Kurve dargestellt. Zunahme in den letzten zehn Jahren: 31 Prozent. Im krassen Gegensatz dazu verläuft In der gleichen Grafik die Linie, welche die Entwicklung der Löh ne abbildet. Fast waagrecht. Zunahme: bloss 6 Prozent.

Falsch ist diese Grafik nicht, aber hoch umstritten. Yvonne Gil, Präsidentin der Ärztevereinígung FMH, bezeichnet sie in einem aktuellen Artikel in der «Ärztezeitung» als Täuschung und FDP-Präsident Thierry Burkart sagt: Ich teile die Auffassung. dass die Grafik verwirrend ist.

– schreibt die sonntagszeitung.ch (paywall) am 19.5.2024

Migros: Supermarkt-Tochter baut 150 Stellen ab nach Zusammenlegung

Die Zusammenlegung des Supermarktgeschäfts hat Folgen für das Personal. Der Abbau der Stellen erfolgt am Standort Limmatplatz in Zürich.

Die Migros macht vorwärts bei der Zusammenlegung des Kerngeschäfts. Die Organisation der neu geschaffenen Supermarkt AG ist nun fix und werde auf den 1. Juli 2024 umgesetzt, wie die Migros am Dienstag mitteilt. Das hat auch Folgen für das Personal: Die Migros baut 150 Stellen ab. […]

Der Abbau der Stellen erfolgt am Standort Limmatplatz in Zürich. «Mir ist bewusst, dass eine Kündigung für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter belastend und schmerzhaft ist», sagt Diethelm. Ihm sei wichtig, dass alle Betroffene bei der beruflichen Neuorientierung umfassend und kompetent unterstützt würden.

– schreibt luzernerzeitung.ch (paywall) am 21.45.2024

Essenslieferdienst Uber Eats in Genf

Ob Uber-Fahrer Selbständigerwerbende oder Angestellte sind, ist in der Schweiz nicht rechtsgültig geklärt. Die Suva war Anfang 2017 zum Schluss gekommen, dass es sich bei Uber um einen normalen Arbeitgeber mit Angestellten handelt. Dagegen legte das Unternehmen Rekurs ein und erreichte einen Teilsieg. Das Sozialversicherungsgericht Zürich wies die Sache für weitere Abklärungen an die Suva zurück.

– scheibt unia.ch am 14.11.2018
Weiterlesen

Ruinöses Wettrüsten unter Spitälern

Die Investitionen der Spitäler steigen seit Jahren rasant. Jetzt müssen die Kantone vermehrt teure Bauprojekte mitfinanzieren – und dabei greifen sie in die Trickkiste.

– schreibt bazonline.ch (paywall) am 19.5.2024

Abstimmungsbeschwerde eingereicht

Die im Abstimmungsbüchlein dargestellte Grafik zur Kostenbremseinitiative sorgt für einen Rechtsstreit. Er wirft die Fragen auf: Wie stark werden die Haushalte tatsächlich belastet durch die gestiegenen Gesundheitskosten.

– schreibt bazonline.ch am 19.5.2024

Leben ohne Lohn – Kühne Ideen für ein neues Wirtschaftssystem

Die Schere zwischen Arm und Reich ist gross, künstliche Intelligenz macht Jobs überflüssig, die Kosten für Gesundheit und Wohnen nehmen zu. Könnte ein bedingungsloses Grundeinkommen die soziale Ungleichheit abfedern? Eine Gemeinschaft innovativer Menschen testet es aus.

– schreibt srf.ch (Video) am 15.5.2024

Pro und Kontra zur Prämieninitiative

Die Volksinitiative der SP verlangt, dass höchstens 10 Prozent des Einkommens für die Krankenkasse bezahlt werden müssen. Unsere Redaktion beurteilt das Anliegen kontrovers.

– schreibt bazonline.ch (paywall) am 10.5.2024

Nein zu mehr bezahlen für weniger Rente

Im Juni 2023 hat ein breites Bündnis das Referendum gegen die BVG-Reform eingereicht. Neben Gewerkschaften, SP und Grünen hat mit dem «K-Tipp» auch die politisch unabhängige KonsumentInnenpresse Unterschriften gegen diese Rentensenkung gesammelt. Denn für die Versicherten bedeutet diese Vorlage: mehr bezahlen für tiefere Renten. Ein Nein ist deshalb wichtig. Die Renten aus den Pensionskassen sinken bereits seit Jahren und sind für viele Arbeitnehmende zu tief. Mit dem BVG-Bschiss des Parlaments drohen den Versicherten zusätzliche Rentenkürzungen von bis zu 3’200 Franken jährlich. Und dafür sollen sie jedes Jahr 2.1 Milliarden Franken mehr in die Pensionskassen einbezahlen. Diese Rechnung geht nur für die Finanzindustrie auf: sie zweigt weiterhin Milliarden ab – für die Versicherten bleibt immer weniger übrig.

– schreibt sgb.ch am 10.5.2024

«Sie gehen zur Polizei, zur Versicherung oder sonst irgendwohin»: GLP-Grossrat und Pfleger Ignatius Ounde über den Pflegenotstand

Ignatius Ounde ist Experte für Onkologiepflege, Co-Präsident des Berufsverbands für Pflegefachpersonal und GLP-Grossrat. Indem man die Pflegeinitiative umsetzt, betreibe man lediglich «Schadensbegrenzung», ist er überzeugt. Im Interview verrät er ausserdem, wie man Gesundheitskosten sparen könnte, ohne dass das Personal darunter leidet.

– schreibt aargauerzeitung.ch am 13.5.2024

Petition AD

Dieser Inhalt kann nur mit ausreichender Berechtigung angezeigt werden.

Lobbyisten hintertreiben Sparbemühungen

Zahlreiche Parlamentarier haben ein Mandat aus der Gesundheitsbranche. Drei aktuelle Beispiele zeigen, wie sie sich für ihre Klientel einsetzen – statt Kosten zu senken.

Steigende Prämien sind die Hauptsorge der Schweizerinnen und Schweizer. Doch die Politik schafft es nicht, die Gesundheitskosten in den Griff zu bekommen. Ein Grund: Rund 70 National- und Ständeräte sind über Mandate mit der Branche verbunden. Gesundheitsökonom Heinz Locher sagt: «Die Lobbyisten schaffen es immer wieder, gute Vorlagen zu verzögern oder abzuschwächen.» Drei aktuelle Beispiele zeigen, wie sich Politiker für ihre Klientel starkmachen.

– schreibt tagesanzeiger.ch (paywall) am 12.5.2024

Bundesrat will Höchstarbeitszeit in der Pflege senken

Ein neues Gesetz soll Pflegefachleuten bessere Arbeitsbedingungen garantieren. Auf ein Bekenntnis zur 38-Stunden-Woche verzichtet der Bundesrat.

Der Bundesrat hat entschieden, wie er die zweite Etappe der 2021 vom Volk und Ständen angenommenen Pflegeinitiative umsetzen will. Er beabsichtigt, dies mit einem neuen Bundesgesetz über die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu tun.

Das Gesetz soll die Bedingungen in zentralen Punkten verbessern und vereinheitlichen, wie der Bundesrat am Mittwoch mitteilte. Dazu gehört, dass Pflegende prinzipiell Dienstpläne mindestens vier Wochen im Voraus erhalten sollen.

– schreibt bazonline.ch am 6.5.2024

Luzerner Kantonsspital: Ämterkumulation von Damian Müller hat ein politisches Nachspiel

Die Luzerner Kantonsregierung muss das Präsidium des Verwaltungsrats der Spitalgruppe Luks neu besetzen. Dazu gehören das Luzerner Kantonsspital und das Spital Nidwalden. Dafür schlug die Regierung vor rund zwei Wochen den Luzerner FDP-Ständerat Damian Müller vor. Der 39-Jährige wollte den Posten annehmen und hielt fest, sein Amt als Ständerat und Präsident der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit sei mit diesem neuen Mandat vereinbar.

– schreibt srf.ch am 7.5.2024

Verfassungsstreit um Mindestlöhne

Der Aufstand der Kantone verschärft einen Konflikt, der schon länger gärt: Es geht um die Frage, ob der Staat für Coiffeusen, Putzfrauen und andere schlecht bezahlte Berufsgruppen Mindestlöhne verordnen darf. In vielen Branchen sind Löhne unter 4000 Franken immer noch an der Tagesordnung – Löhne, die heute kaum noch zum Leben reichen. […]

Dagegen kämpfen unter anderem Verbände von Tieflohnbranchen – an vorderster Front der Gastroverband, wie die «Republik» in einer Recherche aufgezeigt hat. Zunächst versuchten sie, die kantonalen Mindestlöhne auf juristischem Weg zu kippen, doch 2017 blitzten sie beim Bundesgericht ab. Danach verlagerte sich die Auseinandersetzung ins Bundesparlament, wo Mitte-Ständerat Erich Ettlin die Führung übernahm.

– schreibt bazonline.ch am 5.5.2024

Keller-Sutter gegen Ermotti

Ein Jahr nach dem Ende der CS herrscht Eiszeit zwischen der Finanzministerin und dem UBS-Chef. Schuld sind die Regeln, die der Bundesrat der neuen Grossbank auferlegen will.

– schreibt bazonline.ch am 5.5.2024

Initiativen zur Finanzierung der Gesundheitkosten

Ein 10-Prozent-Deckel, die Prämienentlastungsinitiative soll helfen, die Krankenkassenprämien der Schweizer Bevölkerung zu mildern. «Kassensturz» blickt in den Kanton Waadt, wo es dieses Modell gibt. GDK-Präsident Lukas Engelberger hält dagegen. Ausserdem: Darf man einen Parkplatz reservieren? Und: Rollatoren im Test. Die Sendung wird moderiert von André Ruch.

– schreibt srf.ch/kassensturz am 15.4.2024

Die Krankenkassenprämien steigen im kommenden Jahr erneut – gemäss Krankenkassen um bis zu neun Prozent. Wer ist verantwortlich für die steigenden Gesundheitskosten? Warum hat die Politik bis jetzt kein Mittel gefunden? Und was taugen die Kostenbremseinitiative zur Kostendämpfung?

– schreibt srf.ch/club am 12.9.2023

Psychologen in der Grundversicherung

Jetzt geht der Streit um die Kosten der Psychotherapie los

Jetzt geht der Streit um die Kosten der Psychotherapie los
Seit bald zwei Jahren rechnen Psychologinnen und Psychologen über die Grundversicherung ab. Santésuisse publiziert erste Zahlen zu den Kosten – und kritisiert die angeblich massiven Mehrkosten.

– schreibt tagesanzeiger.ch am 2.5.2024

Prämien-Entlastungs-Initiative

Am 9. Juni 2024 stimmen die Schweizer Stimmberechtigten über die Volksinitiative «Maximal 10% des Einkommens für die Krankenkassenprämien (Prämien-Entlastungs-Initiative)» ab.

Die von den Versicherten zu übernehmenden Prämien betragen höchstens zehn Prozent des verfügbaren Einkommens.

– schreibt admin.ch am 20.4.2024

Horrende Krankenkassenprämien: Fünf Erkenntnisse vor der Abstimmung zur SP-Initiative

Die SP will die Prämien für die Schweizer Bevölkerung auf zehn Prozent des Einkommens deckeln. Überbordende Kosten und viele Notleidende: Das sind die fünf Erkenntnisse aus der Waadt, die das System erfunden hat. Soll kein Schweizer und keine Schweizerin mehr als zehn Prozent des verfügbaren Einkommens für die Prämien der Grundversicherung ausgeben müssen? Darüber stimmt die Bevölkerung am 9. Juni ab – mitten in Zeiten jährlich steigender Krankenkassenrechnungen.

– schreibt bzbasel.ch (paywall) am 29.4.2024

Jobs, die niemand will: In diesen Berufen arbeiten am meisten Ausländer – eine Rangliste

«Der Anteil an ausländischen Arbeitskräften ist in jenen Jobs am höchsten, die gemeinhin als unattraktiv gelten – sei es wegen der geringen Entlöhnung, der hohen körperlichen Belastung oder der unregelmässigen Arbeitszeiten», sagt die Ökonomin Lisa Triolo von der Firma Demografik. «Dennoch sind diese Berufe wichtig für das Funktionieren der Wirtschaft, weil man sie nur schlecht automatisieren kann.»

– schreibt nzz.ch am 22.4.2024

Mehr Angestellte aus dem Ausland

Nicole Brändle führt seit April den Branchenverband Hotelleriesuisse. Sie sagt, warum die Hotels ihre Abhängigkeit vom Wintertourismus senken müssen, wieso die Chinesen nicht so schnell zurückkehren werden und wieso Hotels kinderfreundlicher werden müssen.

– schreibt bzbasel.ch (paywall) am 22.4.2024

Links: gastrojournal.ch

Alles nur Pflästerlipolitik?

Gesundheitskosten und Krankenkassenprämien steigen – und das Parlament ist unwillig, das Gesundheitssystem zu reformieren. Zwei Initiativen erhöhen nun den Druck. […]

Grund für viele Missstände sind die zahlreichen Lobbyverbindungen ins Parlament. Dieses zeigte sich bislang denn auch unwillig zu Reformen: Von 38 kostendämpfenden Massnahmen, die eine vom damaligen Gesundheitsminister Alain Berset beauftragte Arbeitsgruppe 2017 vorgeschlagen hatte, sind bis heute bloss zehn in Kraft getreten, so etwa die Pflicht zur Rechnungskopie an Versicherte, die Förderung von ambulanten Pauschalen oder das Recht für Apotheken, preisgünstigere Arzneimittel abzugeben. Immerhin hat sich das Parlament inzwischen für die Einführung von Kostenzielen ausgesprochen – in Form eines Gegenvorschlags zur Initiative der Mitte-Partei. Diese will die Gesundheitskosten an die Lohnentwicklung und das Wirtschaftswachstum koppeln, gibt aber nicht vor, wie, wo und auf wessen Kosten gespart werden soll, wenn das denn angezeigt wäre. Gegner:innen warnen bereits vor einer Zweiklassenmedizin – weil sich die Krankenkassen auf den starren Kostendeckel berufen und Leistungen einfach nicht mehr bezahlen würden.

Weder die SP- noch die Mitte-Initiative lösen also die Kernprobleme im Gesundheitswesen, erhöhen aber immerhin den Druck auf das Parlament. Zur tatsächlichen Gesundung jedoch bräuchte es entschiedenere Reformen: etwa die Abschaffung der unsozialen Kopfprämien – und des Pseudomarktes im Krankenkassenwesen.

– schreibt die woz.ch am 19.4.2024

Aus Notsituation heraus fusioniert

Innert acht Monaten haben zwei Spitex-Organisationen im Zurzibiet fusioniert. Im Gespräch verraten der neue Präsident und der Geschäftsleiter, welches die grössten Herausforderungen waren. […]

Seit Anfang Jahr ist die Organisation nun für ein Einzugsgebiet mit rund 20’000 Personen zuständig, konnte dank der Fusion die Psychiatriespitex der ehemaligen DKK unter ein Dach bringen und die öffentliche Spitex in der Region stabilisieren.

– schreibt die aargauerzeitung.ch am 13.4.2024

So will die Finma künftig die UBS überwachen: mit mehr Personal, vielen Inspektionen, strengeren Stresstests und stärkeren Rechtsmitteln

Vier Finanzinstitute gelten in der Schweiz als systemrelevant und müssen deshalb besondere Anforderungen in Sachen Eigenmittel, Liquidität und Krisenpläne erfüllen: die globale UBS sowie die inlandorientierten Institute Raiffeisen, Zürcher Kantonalbank und Postfinance. Die UBS ragt gemessen an ihrer Grösse bei weitem heraus: Ihre Bilanzsumme ist mit umgerechnet rund 1500 Milliarden Franken etwa 2,5-mal so gross wie die Bilanzsumme der drei anderen Institute zusammen.

– schreibt nzz.ch am 20.3.2024

Die UBS und das Erbe von Marcel Ospel: wie Sergio Ermotti in den USA endlich zum Erfolg finden will

Angriff ist die beste Verteidigung. Statt sich um neue regulatorische Anforderungen zu sorgen, die auf die UBS zukommen könnten, setzt Sergio Ermotti auf Wachstum. Er will nicht nur die CS integrieren und Kosten einsparen, sondern die Grossbank gleichzeitig zum global dominanten Vermögensverwalter ausbauen. In wenigen Jahren soll die UBS 5000 Milliarden Dollar an investierten Vermögen betreuen.

– schreibt nzz.ch am 9.4.2024

Wie der Arbeitgeberpräsident die AHV sanieren will

Severin Moser macht brisante Vorschläge zur Finanzierung der 13. AHV-Rente und zur Erhöhung des Rentenalters. Er warnt im Interview, dass das Wirtschaftswachstum zurückgehen wird – und sagt, welche Firmen die Schweiz nicht mehr ins Land holen sollte.

– schreibt bzbasel.ch (paywall) am 9.4.2024

Kinderspitäler schlagen Alarm

«Unsere Notfallstationen werden überrannt – und pro Fall zahlen wir 100 Franken drauf»
Das Zürcher Kinderspital braucht 100 Millionen Franken, auch andere Kinderkliniken sind in Not. Die finanzielle Lage sei trotz Patientenansturm «katastrophal», warnt ein Experte. Was tun?

– schreibt tagesanzeiger.ch am 5.4.2024

Interview zur Schweizer Spitalkrise

In den nächsten Jahren wird es bei den Spitälern zu massiven Veränderungen kommen. «Spitäler müssen zu normalen Unternehmen werden. Sonst werden Strukturen erhalten, die nicht mehr finanzierbar sind», so Gesundheitsökonom und Unternehmungsberater Heinz Locher.

– schreibt tagesanzeiger.ch (paywall) am 4.4.2024

Spitex Dienste

Dieser Inhalt kann nur mit ausreichender Berechtigung angezeigt werden.

Spitex Via-Tip

Dieser Inhalt kann nur mit ausreichender Berechtigung angezeigt werden.

Sie werden von Patienten überrannt, trotzdem brechen ihre Gewinne ein.

«Das heutige System droht zu kollabieren», warnte die Revisionsfirma PWC letzten September. «Selbst die wenigen wirtschaftlich erfolgreichen Spitäler könnten in Schwierigkeiten geraten.» Die ersten Geschäftsabschlüsse für 2023 bestätigen nun die schlimmsten Prognosen. Die St. Galler Spitäler verkündeten einen Verlust von knapp 100 Millionen Franken, das Berner Inselspital gar von 113 Millionen. Die Krise erreicht nun die Kantons- und Zentrumsspitäler, die ganze Grossregionen versorgen.

– schreibt tagesanzeiger.ch am 30.3.2024

Spitex Koordination und Qualität – eine nationale Studie

[Ausschnitt zitiert] Für die Sicherheit der Klient/-innen ist u. a. eine gute Sicherheitskultur in den Organisationen und im Versorgungsteam wichtig, so dass allfällige Sicherheitsprobleme erkannt, gemeinsam nach Lösungen gesucht und diese konstruktiv umgesetzt werden können. Das gemeinsame Lernen aus (Beinahe-) Fehlern und unerwünschten Ereignissen hilft allen Beteiligten dabei, die Sicherheit kontinuierlich zu gewährleisten und weiter zu verbessern. Die Spitex-Mitarbeitenden stellen ihren Organisationen ein gutes Zeugnis zum Thema Sicherheit aus: Es ist klar, wie bei Fehlern vorgegangen werden soll, und in den Teams wird laut den Umfrageergebnissen angemessen mit Fehlern umgegangen.

Weiterlesen

Sparplan: BAG lanciert Initiative gegen Überversorgung

Schwyzer operieren den Meniskus drei Mal häufiger als Tessiner und auch in anderen Bereichen sind die Unterschiede gross zwischen Kantonen. Die Chefin des Bundesamts für Gesundheit, Anne Lévy, lanciert nun eine neue Initiative für eine «angemessene Versorgung».

– schreibt bzbasel.ch (paywall) am 11.3.2024

Arme Rentner erhalten Ergänzungsleistungen, doch längst nicht alle Berechtigten erheben Anspruch – das sind die Gründe

Mitte der 60er-Jahre, keine zwanzig Jahre nach der Einführung der AHV, musste sich die Politik eingestehen: Die staatliche Altersvorsorge allein reicht nicht aus, um die Existenz aller Rentnerinnen und Rentner zu sichern. Der seit 1948 in der Bundesverfassung verankerte Grundsatz konnte nicht erfüllt werden. Dass damals auch die obligatorische berufliche Vorsorge noch nicht existierte, verschärfte die Situation: Schätzungsweise 200’000 Personen im Rentenalter waren armutsbetroffen.

– schreibt aargauerzeitung.ch (paywall) am 29.1.2024

Warum Selbstständige ein höheres Armutsrisiko haben

Kleingewerbler leiden im Alter fast doppelt so oft an Armut wie Angestellte. Ein Fotograf erzählt, wie ihm das passieren konnte. Werner Hafner müsste sein Haus dringend renovieren, von den Türen bis zum Dach ist vieles abgenutzt. «Alte Häuser sind ewige Baustellen», sagt der pensionierte Fotograf aus dem Emmental. Sein Problem: Er hat eine AHV-Rente von gerade mal 1360 Franken, keine Pensionskasse und kein Erspartes. Hafner hatte zwar einst ein eigenes Geschäft. Doch die Altersvorsorge kam beim heute 70-Jährigen zu kurz.

– schreibt tagesanzeiger.ch am 27.1.2024

Mikrobiologe: «Bezahlung der Homöopathie ist Verschwendung öffentlicher Gelder»

Der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach will die obligatorischen Leistungen für Homöopathie und anthroposophische Behandlungen nicht mehr über die Krankenkassen vergüten. Was sagen Schweizer Wissenschafter und Politikerinnen dazu?

– schreitb tagblatt.ch am 29.1.2024

Schweizer Universitäten wollen von einer Abkehr nichts wissen: Die klinischen Angebote würden sich nicht streng an den Vergütungsmodellen, sondern an den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten orientieren. Daher werde das Angebot in der Homöopathie wie in den anderen Bereichen der Komplementärmedizin Integrative Medizin Wenn Schulmedizin allein nicht ausreicht auch in Zukunft nicht abgebaut, heisst es etwa bei der Medienstelle der Uni Basel.

– schreibt beobachter.ch am 24.9.2021

Miete: Der Kanton zahlt mit

Der Kanton zahlt mit: Familien mit geringen Einkommen müssen ihre Miete nicht alleine stemmen. Seit dem 1. Januar gilt in Baselland ein neues Mietzinsbeitragsgesetz. Familien mit geringem Einkommen können bis zu 100 Prozent ihrer Mietkosten erstatten lassen. Zuschüsse erhalten auch Haushalte mit volljährigen Kindern, sofern sich diese in Erstausbildung befinden.

– schreibt basellandschaftlichezeitung.ch am 20.1.2024

Weniger Geld für Bauern stösst auf Unmut

Der Bundesrat möchte wegen der angespannten Finanzlage in den Jahren 2026 bis 2029 insgesamt 347 Millionen Franken weniger für die Landwirtschaft ausgeben. Bauernverband und Bürgerliche stellen sich quer.

– schreibt tagesanzeiger.ch am 20.1.2024

Pennys Versuch mit «wahren Preisen» ist gescheitert – und geglückt

Der Lebensmitteldiscounter Penny hat auf der Grünen Woche, einer Messe in Berlin, die Auswertung seiner Kampagne zu «wahren Preisen» im vergangenen Sommer vorgestellt. Der Befund ist auch aus Sicht des Unternehmens desillusionierend. Der Discounter schloss daraus, solch eine Aktion in der Form nicht noch einmal zu wiederholen, weil das keine neuen Erkenntnisse bringe. «Mehr können wir unseren Kunden nicht zumuten», resümierte ein Sprecher.

Als Handelsunternehmen habe man die Verpflichtung, Lebensmittel preiswert und für alle bezahlbar anzubieten. Die Debatte über Lebensmittelpreise solle besser in der Politik geführt werden. Dort gelte es, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Penny zeigte sich offen für verschiedene Lösungen. In der Diskussion sind unter anderem eine Tierwohlabgabe, niedrigere Mehrwertsteuersätze auf vegane Produkte oder zielgenauere Subventionen. Wie konfliktgeladen das Thema ist, zeigten die Bauernproteste in Deutschland Anfang des Jahres.

– schreibt tagesanzeiger.ch am 20.1.2024

Teamleiter gesucht

Dieser Inhalt kann nur mit ausreichender Berechtigung angezeigt werden.

Wütende Bauern in Deutschland, eine verfehlte Politik. Es braucht eine agrarökologische Transformation des gesamten Ernährungssystems.

Die deutsche Agrarindustrie und der Bauernverband haben seit Jahrzehnten die auf Massenproduktion ausgerichtete Subventionspolitik vorangetrieben, mit enormem Lobbying – in Brüssel wie in Berlin. Das Ergebnis: Massentierhaltung für Billigfleisch, die Verknappung von Pachtland, weil Agrartreibstoff aus nachwachsenden Rohstoffen zum Flächenfrass durch Agrokonzerne führte, sodass immer mehr Biobäuerinnen und Biobauern kein Land mehr pachten können, und der Strukturwandel hin zu noch grösseren und industrielleren Betrieben.

– schreibt Maja Graf in einem Gastbeitrag in der baslerzeitung.ch am 21.1.2024

AHV Kampagne

Die Eidgenössische Finanzkontrolle EFK hat das Kampagnenbudget zur 13. AHV-Initiative veröffentlicht. Die Gegner werden von Banken und Arbeitgeberverbänden finanziert, die Initianten hingegen werden von Kleinspenden aus der Bevölkerung unterstützt.

– schreibt ahvx13.ch am 20.1.2024

Quickmail-Kauf von Post gestoppt

Die Post darf die Quickmail-Gruppe nicht übernehmen. Die Wettbewerbskommission (Weko) hat die Akquisition verboten. Sie begründet den Schritt mit drohenden Einschränkungen des Wettbewerbs. Die Quickmail-Gruppe kritisiert den Entschied als verantwortungslos. Er gefährde mehr als 3000 Arbeitsplätze.

Eine vertiefte Prüfung habe ergeben, dass die Übernahme den Wettbewerb im Markt für adressierte Massenbriefsendungen über 50 Gramm für Geschäftskunden beseitigen würde, teilte die Weko am Freitag mit. Zudem entstünde auch in anderen Bereichen eine Marktbeherrschende Stellung der Post, beispielsweise bei der Zustellung von Zeitungen und Zeitschriften.

– schreibt tagesanzeiger.ch am 19.1.2024

Dienstleister am WEF

Sie schuften in der Kälte für die Mächtigen der Welt: Chauffeure, Kellnerinnen und Sicherheitsleute aus dem Unterland sorgen für das Wohl der Gäste in Davos. Drei Angestellte über ihren harten, aber essenziellen Job.

– schreibt tagesanzeiger.ch am 18.1.2024

Der Tourismus brauche mehr Saisonkräfte aus Drittstaaten.

Zur Linderung des herrschenden Arbeitskräftemangels fordert die Staatssekretärin eine völlig neue Lösung für das Thema saisonaler Beschäftigung – flexibler, praxisnäher. Mittelfristig werde Österreich nicht um mehr Drittstaatsangehörige herumkommen.

– schreibt standard.at am 2.1.2024

Wie ich als Psychiater einen Zugang zu meinen an Demenz erkrankten Patienten fand

Die Psychiatrie der Alzheimerkrankheit ist noch nicht geschrieben. Viel zu einseitig liegt der diagnostische Schwerpunkt auf den Gedächtnisstörungen. Dass es aber Jahre davor zu psychischen Veränderungen kommt – oft ganz ähnlichen wie in frühen Phasen einer Schizophrenie –, ist wenig bekannt und geht unter, wenn nicht danach gesucht wird. Bei beiden Krankheiten ist es schwierig, sich in das Seelenleben der betroffenen Menschen hineinzuversetzen. Es entzieht sich einem Verstehen und bleibt für die Angehörigen und Pflegenden rätselhaft – vom Anfang bis zum Ende.

– schreibt nzz.ch am 25.12.2023

Der Mindestlohn in der Stadt Zürich verzögert sich weiter

Der Gewerbeverband zieht seinen Rekurs gegen den vom Volk beschlossenen städtischen Mindestlohn weiter. Die SP spricht von Verschleppung.

An der Urne war der Fall klar: Fast 70 Prozent der Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher sagten in diesem Juni Ja zur Mindestlohninitiative.

Ab kommendem 1. Januar hätte in der Stadt Zürich niemand mehr weniger als 23.90 pro Stunde verdienen dürfen. Profitieren würden unter anderem Angestellte in der Gastronomie und der Reinigungsbranche. Doch nun müssen die Betroffenen noch eine Weile auf eine Lohnerhöhung warten.

– schreibt tagesanzeiger.ch am 22.12.2023

Angehörige von Pflegebedürftigen sollen Geld erhalten – ob man damit Kosten spart, ist unklar

Wer Angehörige zu Hause pflegt, soll einen symbolischen Betrag dafür erhalten. Das forderte die SP an der Münchensteiner Gemeindeversammlung. Der Partei ging es einerseits darum, dass die Gemeinde den Angehörigen Wertschätzung entgegenbringt. Andererseits kann eine längere Pflege zu Hause eine Zuweisung in ein Alters- und Pflegeheim verschieben; auch der Einsatz der Spitex könnte später erfolgen. […]

Weiterlesen

«Einige Patienten könnten problemlos mehr bezahlen»

Die Pflegefinanzierung muss neu geregelt werden, sagt Lara Rée, Geschäftsleiterin der Spitex Zürichsee. Zum Beispiel, indem Patienten stärker zur Kasse gebeten werden.
Die Finanzierung stützt sich auf drei Pfeiler: die Krankenkasse, den Patienten und die Gemeinde. Der Beitrag der Kasse richtet sich nach dem gesetzlichen Leistungskatalog. Dieser umfasst die Pflege, mit einer Zusatzversicherung auch die Hauswirtschaft. Der Patient bezahlt pro Tag einen fixen Betrag. Im Kanton Zürich sind dies 7.65 Franken. Die restlichen Kosten übernimmt die Gemeinde. Das ist etwas mehr als die Hälfte.

– schreibt tagesanzeiger.ch (paywall) am 19.12.2023

Ärzte sollen jetzt Alzheimer ohne Demenz diagnostizieren können

Ein Kompendium des besten verfügbaren Wissens zum Thema für alle Ärzte, die Demenz-Kranke behandeln, verspricht Hoffnung. […] Die Zahlen von 1,6 Millionen Menschen allein in Deutschland die aktuell an Demenz erkrankt sein ist furchteinflössend. […] Doch neuerdings könnten Mediziner die Krankheit früher diagnostizieren und den Betroffenen damit «deutlich früher Behandlungsangebote machen».

– schreibt inforsperber.ch am 17.12.2023

Neue Logistik-App verärgert Boten

Markus Z.* arbeitet seit 35 Jahren bei der Post, seit mehr als zehn als Paketbote. «Ich liebe meinen Job. Doch was wir in den vergangenen Wochen und Monaten erleben mussten, mache ich nicht mehr lange mit.»

Grund für seinen Ärger ist die «dynamische Laufroutenplanung», Dyla genannt. Nach einer Pilotphase 2022 wurde das neue System im laufenden Jahr gesamtschweizerisch eingeführt. Dyla soll die Paketzustellung optimieren. Viele langjährige Mitarbeitende empfinden die Umstellung jedoch als deutliche Verschlechterung ihres Arbeitsalltags, vor allem in der stressigen Vorweihnachtszeit.

– schreibt blick.ch am 17.12.2023

Fokusthema Spitex: Leistungsvereinbarung und Auswirkungen auf Planung

SPITEX BASEL hat vom Kanton den Auftrag, die Spitex-Grundversorgung und Spezialdienste für die Wohnbevölkerung sicherzustellen. Aktuell spüren wir wie alle Betriebe die Auswirkungen der Pandemie und des Fachkräftemangels. Der Kanton hat im Rahmen der noch laufenden Verhandlungen zur Erneuerung der Leistungsvereinbarung festgehalten, dass auch aus seiner Sicht die Tarife (Restfinanzierung) erhöht werden sollen, aber nicht in der von SPITEX BASEL geforderten Höhe. Dies aufgrund übergeordneter Prioritäten der Regierung, die jeweils abwägen muss, wo und in welchem Umfang Steuermittel eingesetzt werden sollen.

Weiterlesen

Spitex Fokusthema: «Die Generation Z ist stark auf die Work-Life-Balance bedacht»

Die «Generation Z» sei faul, lautet eines von vielen Vorurteilen über die jungen Arbeitnehmenden von heute. Die HF-Studierende Angela Schütz (22) und die FaGe Pascale Baumgartner (24) von der Spitex Aare SO gehen auf solche Behauptungen ein.
Pascale Baumgartner (links) und Angela Schütz gehören zur «Generation Z» – und zur Spitex Aare; hier in deren Einzugsgebiet mit Blick auf den Jura. Foto: Kathrin Morf

Weiterlesen

Spitex Fokusthema: Beruf und Privat müssen im Einklang sein

Beruf und Privat müssen im Einklang sein

Die «Work-Life-Balance» / «Life-Domain-Balance» ist in aller Munde. Auch Spitex-Mitarbeitende wollen ihre Arbeit gut mit anderen Lebensbereichen vereinbaren können. «Beruf und Privat im Einklang» heisst darum das Fokusthema von Ausgabe 6/2023 des «Spitex Magazin». Im Einführungstext wird aufgezeigt, wie Spitex-Organisationen mit einem guten betrieblichen Gesundheitsmanagement dafür sorgen können, dass ihre Mitarbeitenden «in der Balance» sind. Genauer betrachtet werden daraufhin drei Themen: flexible Arbeitsmodelle, Teilzeit und Resilienz.

Weiterlesen